Bühnenbild
Auf die Bühne, fertig, los!
Am Donnerstag, den 15. Mai 2008, hat das Bühnenbild von "Idomeneo" seinen großen Auftritt in der List-Halle. 29 Menschen haben zwei Monate lang an und hinter den Kulissen gearbeitet.
Innerhalb von drei Tagen wird dann zusammengeschraubt, woran 29 Bildhauer, Tischler, Schlosser, Maler und Tapezierer seit März gearbeitet haben. Das Bühnenbild zu "Idomeneo" zählt zu den größeren Aufträgen, welche die Dekorationswerkstatt der Theaterservice Graz seit ihrem Bestehen angenommen hat.
Der Grund, warum das Making-Of der "Idomeneo"-Bühne aufwändiger ist, als jenes einer "herkömmlichen" Opernproduktion, liegt in der simplen Tatsache, dass die Bühne in der Helmut-List-Halle wesentlich breiter als jene der Grazer Oper ist und die ganze Breite für die Zuseher komplett einsichtig ist. Aber nicht nur die Größe allein war es, die die Crew der Dekorationswerkstatt in den letzten Wochen beschäftigt hat. Künstlerische Feinarbeit war zum Beispiel bei den (auch nicht kleinen) fahrbaren Wandobjekten gefragt, auf welche das Paradiesbild händisch mit Acryl-Dispersionsfarben gemalt wurde.
Groß im wahrsten Sinn des Wortes: Unter anderem wurden 1500 Kilogramm Bodenplatten für die 10 Meter breite und 16 Meter tiefe Bühne gefertigt. Nicht zu vergessen die Seiten- und Rückfronten, denen außerdem eine Gesteinsstruktur verpasst wurde. Auch der Neptuntempel (eine mit Schieferplatten belegte Holzkonstruktion) hat mit 7,5 Metern Höhe und 7 Metern Breite imposante Dimensionen - und mit 700 Kilogramm auch ein ordentliches Gewicht.
Oder für den Hingergrund, eine Art "Nebelkasten", der durch die Öffnung der Kulissen durchscheint. Dafür wurde eine riesige Plastikfolie vor einen Schleier aus dünnem transparenten Stoff gespannt, der wiederum vor einer 24 Meter breiten und zehn Meter hohen mit Wolken bemalten Stoff-Fläche steht.
Wie das Ganze in Kombination mit den schauspielerischen und gesanglichen Großleistungen wirkt, davon kann man sich nach sechs Wochen Proben ab 1. Juli ein (Bühnen-)Bild machen.
(Textauszug aus Styriarte-Beilage der Kleinen Zeitung vom 14.05.2008)
Ein überdimensionaler Totenkopf
ist in der Produktion "Der Maskenball" in der Grazer Oper zu sehen. Angefertigt wurde er von den Kascheuren der Dekorationswerkstätten...
Kontakt
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Josef Loibner
Leiter Dekorationswerkstatt
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